Aufführung

„Erwischt! Oder: Im Schwarzen Rössel am Golfballsee“
eine Wirtschafts-Krimi-Heimat-Boulevard-Komödie von Mike Schneider

Das „Schwarze Rössel“, ein kleines und Dank der dürftigen Geschäftstüchtigkeit der Inhaber mächtig heruntergekommenes Gasthaus, direkt am Golfballsee, mit selten genutzten Gästezimmern der unteren Luxusklasse. Wenn man Gäste hätte, so könnte man diese allerdings mit frischen und wohlschmeckenden Erzeugnissen aus der hauseigenen Pferdemetzgerei verwöhnen.
Den ausbleibenden Zustrom an Gästen führt der „Rösselwirt“ Leopold Postmüller allerdings nicht auf die erschreckende Unfähigkeit seines Personals zurück, sondern sieht in den Aktivitäten eines lokalen „Indianerclubs“ direkt am Golfballsee die Wurzel allen Übels. So etwas lässt sich ein Mann von Leopolds Format nicht bieten – fatalerweise endeten aber alle Versuche, vor Gericht gegen die schändlichen Umtriebe der „Indianer“ vorzugehen, in desaströsen Niederlagen. Und da so etwas viel Geld kostet, lieh man sich halt genug davon beim lokalen Kredithai – zu saftigen Zinsen.
Von dort droht nun weiteres Ungemach, denn dummerweise besteht man auf Rückzahlung des Schuldenberges, um sehr unangenehme Konsequenzen zu vermeiden. Ganz klar: zahlende Gäste müssen her, und zwar schnell! Wie durch ein Wunder kündigt sich auch bald ein vermögendes amerikanisches Ehepaar an, um sich im „Schwarzen Rössel“ so richtig verwöhnen zu lassen. Doch schon die Vorbereitungen auf die Gäste stürzen das Personal in eine Aneinanderreihung von Beinahe-Katastrophen, und das wird leider auch nicht besser, nachdem die Amerikaner dann tatsächlich eintreffen.
Und angesichts des sich munter entwickelnden Chaos aus Lügen, überschäumenden Gefühlen und erschreckender Inkompetenz darf ehrlich angezweifelt werden:
sind diese Gäste wirklich die Rettung des „Schwarzen Rössels“…?

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